20 | 07 | 2019

Die 50er und 60er Jahre                                                                                                                            

Während des 2. Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren ruhte weitgehend der Sportbetrieb. Erst als 1950 der Klub „Auf die Damen”, der später in KSC 50 Dinslaken umbenannt wurde, ins Leben gerufen wurde, kam wieder Bewegung bei den Keglern auf. Es folgt mit KSK 51 Rheingold ein weiterer Klub, der Geschichte schrieb. Dem Beispiel der Nachbarstadt Duisburg folgend wurde am 10. März 1951 der „Kreiskeglerverband Dinslaken” mit über 40 Keglern neu ins Leben gerufen. 

Der erste Vorstand nach dem Krieg setzte sich wie folgt zusammen: Erich Rosendahl, Josef Patt, Walter Vengels, Heinrich Rodermund, Felix Gerlings, Emil Deffland. Zu ihnen gesellte sich Fritz Colditz, der im Sport wie auch der Organisation bald eine führende Rolle einnahm. Nun setzte eine rege Tätigkeit ein. Die Klassen I und II, Senioren und Jugend waren bald gut besetzt. Die ersten Erfolge bei den Gaumeisterschaften brachten neue Mitglieder. Neue Bahnen entstanden und die Jagd nach dem Kegelsportabzeichen begann.

 

Erich Rosendahl, Walter Vengels, Fritz Pieper, Heinrich Schneider, Bernhard Duttke und die aus der Jugend aufstrebenden Fritz Colditz, Günter Schlagregen, Fritz Neerfeld, Werder Oder und Gerd Eickhoff waren ständig unterwegs und machten den Verein und den KSC 50 bald zu einem mehr als ernstzunehmenden Gegner. Einen vollen Erfolg errangen die Dinslakener Kegler G. Eickhoff, F. Pieper, P. Pastoors, E. Rosendahl,    W. Vengels und F. Colditz mit dem 5. Platz bei den Deutschen Kegelmeisterschaften in Essen 1955. 1956 übernahm Karl Schuch den Vorsitz, verlor gleich den besten Mitarbeiter Walter Vengels, der Gau- und später Landesspotwart wurde. Fritz Colditz wurde Landesjugendwart, übernahm jedoch im Verein noch das von Walter Vengels verwaiste Amt des Sportwartes. Fritz Neerfeld wurde Geschäftsführer. Von Walsum brachte Willi Overkamp, der seit der Gründung dem Verein angehörte, die Gebrüder Schweer mit, von denen der vergessene Hans Schweer, der später lange Jahre der sportliche Leiter des Vereins war, unermüdlich um unseren Sport warb und ich mit den Klubs KSC 50 Dinslaken, Rheintreue Walsum und „Unter uns“ (heute KSC 59 Walsum) ein Denkmal setzte.

Mit dem Vereinslokal Hartmann B 8 (Doppelbahn) standen mit Schürmann und te Laak, Oberlohberg, Rauchfang, Brinkmann und Gerwers, Dinslaken, Langhoff, Vogt, Bergmann und Cossmann, Walsum, sowie Schelt Kegelbahnen zur Verfügung, auf denen die Meisterschaften und Ligenspiele mehr oder weniger problemlos durchgeführt wurden. Mit den Bau weiterer Gaststätten mit Kegelbahnen, wie zum Beispiel Römerwall in Bamingholten, des Vereinhaus von Jahn Hiesfeld und besonders mit der Fertigstellung der vollautomatischen 2-Bahnenanlage „Goldene Henne“ in Walsum, im Jahre 1964 entschärfte sich die Situation spürbar.

So stellten sich Erfolge auf überregionaler Ebene fast zwangsläufig ein. Neben zahlreichen Stadtmeisterschaften wurde Walter Vengels Gau- und Westdeutscher Meister und beim 75 jährigen Bestehen des Deutschen Kegelbundes 1960 zweiter Deutscher Meister. Es folgte die Berufung in die Nationalmannschaft. Walter Vengels wurde ein Erfolg beschieden, der selten einem Sportler zuteil wird. Um bei Walter Vengels zu bleiben: Nach seiner Sportwarttätigkeiten im Verein wurde der Bezirkssportwart, Gausportwart und ab 1958 Landessportwart von Nordrhein-Westfalen. Heute als Ehren-Landessportwart überall gerne gesehen. 1963 erfolgte die Änderung des Vereinsnamens in „Verein Dinslakener Sportkegler 1923 e. V.“.

Der allgemeine Umschwung im Kegelsport mit vielen Vereinsgründungen in Nordrhein Westfalen und darüber hinaus im Bundesgebiet Ende der 60er und der 70er Jahre machte es unseren Keglern und Keglerinnen immer schwerer, die Qualifikation für weiterführende Meisterschaften zu erreichen. Dabei sollte man eine gute Platzierung bei Gau- oder Westdeutschen Meisterschaften nicht unterschätzen. Sie müssen erst einmal erreicht werden.